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Plankengrillen

von Michael

Plankengrillen kann eine Alternative zum Grillen auf dem Rost sein. Das Grillen ist auf einem ganz normalen Grill möglich. Gut geeignet ist ein Holzkohlegrill. Das Grillgut wird auf eine Holzplanke gelegt und kann ein besonderes Aroma durch das Holz erhalten.

Plankengrillen ist eine Mischung aus Grillen und Räuchern. Da das Grillgut auf einer Planke aus Holz gegrillt wird, erhält es eine feine Rauchnote. Es handelt sich um eine Form von indirektem Grillen. Das Grillgut liegt nicht direkt über der Glut. Daher kann der Saft oder das Fett nicht in die Glut tropfen.

Ihren Ursprung hat diese Grillmethode in den USA und in Kanada. Mittlerweile setzt sie sich auch verstärkt in Deutschland durch. Sie eignet sich für Fisch, aber auch für Fleisch.

Was ist Plankengrillen?

Plankengrillen ist eine indirekte Grillmethode, die ihren Ursprung in den USA und in Kanada hat. Gegrillt wird nicht direkt üer der Glut, sondern auf einer Holzplanke, die auf den Rost gelegt wird. Einerseits kann die Flüssigkeit aus dem Grillgut nicht in die Glut tropfen, andererseits erhält das Grillgut eine feine Rauchnote.

Da auf einer Holzplanke gegrillt wird, bekommt das Grillgut keine zu starke Hitze ab. Es wird vor zu hohen Temperaturen geschützt und kann nicht verbrennen.

Plankengrillen ist die Zubereitung von Essen auf dem Grill und einem Holzbrett. Wie alt diese Methode tatsächlich ist, kann nicht gesagt werden. Einige Grillspezialisten vermuten sogar, dass diese Methode schon von den amerikanischen Ureinwohnern angewendet wurde.

Da das Grillgut auf einer Grillplanke und nicht direkt auf dem Rost gegart wird, bekommt es keine hohen Temperaturen ab. Die Zubereitung erfolgt daher langsam und schonend.

Heute wird das Plankengrillen in experimentierfreudigen Gourmetkreisen geschätzt. Dabei können Grillplanken aus verschiedenen Hölzern verwendet werden. Der Geschmack unterscheidet sich, abhängig davon, welches Holz verwendet wird.

Wie funktioniert das Plankengrillen?

Plankengrillen kann praktisch auf jedem Grill erfolgen. Ein Holzkohlegrill kann ebenso wie ein Gasgrill benutzt werden. Der Grill wird vorgeheizt. Bei einem Holzkohlegrill wird die Kohle angezündet. So wie beim Grillen direkt auf dem Rost wird die Holzplanke auf den Rost gelegt. Auf dieser Holzplanke liegt das Grillgut.

Zumeist wird eine Holzplanke aus Zedernholz verwendet. Allerdings können auch andere Hölzer verwendet werden. Das Holz verleiht dem Grillgut ein Raucharoma. Gleichzeitig schützt es das Grillgut vor zu hohen Temperaturen. Es verhindert, dass das Grillgut verbrennt. Die Flüssigkeit aus dem Grillgut tropft nicht in die Glut. So entstehen keine unangenehmen und schädlichen Gase.

Die Zedernholzplanke oder die Grillplanke aus anderem geeigneten Holz sollte etwa 1 bis 2 Zentimeter dick sein. Es gibt auch Bretter, die dünner als einen Zentimeter sind. Sie sind nicht zu empfehlen, da sie schnell brennen können. Die dünnen Bretter sind nur einmal verwendbar.

Damit die Grillplanke nicht so schnell brennt, muss sie gewässert werden. Die Planke sollte etwa drei bis fünf Stunden im Wasser bleiben.

Die Grillplanke muss bei einer Temperatur von 180 bis 200 Grad einige Minuten auf dem vorgeheizten Grill liegen. Auf der oberen Seite wird die Planke mit etwas Olivenöl bestrichen. Das Grillgut wird nun auf die Planke gelegt.

Damit die Holzplanke kein Feuer fängt, sollte sie nicht direkt auf der Kohle liegen. Die Kohle sollte daher an den Seiten des Grills verteilt werden, wie es für das indirekte Grillen typisch ist. Fängt die Planke Feuer, wird sie mit Wasser aus einer Sprühflasche eingesprüht.

Welche Vorteile hat das Grillen mit der Holzplanke?

Das Grillen mit der Holzplanke nimmt zwar etwas mehr Zeit in Anspruch als das direkte Grillen, doch hat es einige Vorteile:

  • keine hohe Investition erforderlich, da praktisch jeder Grill verwendet werden kann. Lediglich die Holzplanken müssen zusätzlich gekauft werden.
  • spezielles Raucharoma, da das Grillgut eine Rauchnote durch das Holz annimmt. Das Aroma hängt davon ab, welches Holz verwendet wird.
  • verlangt keine großartigen Vorkenntnisse. Das Grillen mit der Holzplanke ist einfach erlernbar. Lediglich mit den Arten von Holz und dessen Dicke kann experimentiert werden.
  • schonende und gesunde Zubereitung. Da das Grillgut nicht mit direkter Hitze in Berührung kommt, wird es nicht zu heiß gegart. Die Vitamine, Mineralstoffe und Aromen bleiben erhalten. Das Grillgut bleibt zart und saftig.
  • für Fleisch und Fisch, beispielsweise Lachs, geeignet.

Nachteile des Plankengrillens

Das Plankengrillen hat zwar einige Vorteile, doch sind auch die Nachteile nicht zu vergessen.

Plankengrillen dauert lange, das das Grillgut nicht direkt auf dem Rost über der Glut liegt und da bei niedrigen Temperaturen gegrillt wird. Nicht nur das eigentliche Grillen, sondern auch die Vorbereitung dauert lange. Die Holzplanke muss einige Stunden im Wasser liegen.

Ein weiterer Nachteil ist der Verschleiß der Holzplanken. Nach einigen Anwendungen müssen die Holzplanken erneuert werden. Die Planken sollten spätestens dann ausgetauscht werden, wenn sie schwarz und verbrannt aussehen.

Das richtige Holz zum Plankengrillen

Für das Plankengrillen kommt es auf das richtige Holz an, um ein spezielles Raucharoma zu erhalten. Das Raucharoma unterscheidet sich, abhängig vom verwendeten Holz. Häufig werden Zedernholzplanken verwendet.

Die Planke sollte mindestens 10 Zentimeter breit und einen Zentimeter dick sein. Die Länge variiert, abhängig von der Länge des Grills.

Zedernholz kann für viele Rezepte genutzt werden. Es ist reich an ätherischen Ölen, die für eine pikante Geschmacksnote sorgen. Das leicht süßliche Aroma harmoniert gut mit Fisch wie Lachs oder Saibling. Es kann auch für Rind, Schwein oder Hähnchen verwendet werden. Zedernholz eignet sich sogar für das Plankengrillen von Gemüse wie Zucchini, Auberginen, Paprika oder Spargel sowie von Kartoffeln.

Hickory ist eine nordamerikanische Walnussart. Hickory hat ein herbes, kräftiges Aroma und ist ebenfalls perfekt für das Plankengrillen. Von diesem Holz schmeckt Rind- oder Schweinefleisch. Kirsche, Pflaume und Erle erzeugen eine liebliche Geschmacksnote und passen daher gut zu Geflügel.

Kiefernholz eignet sich nicht, da es zu viel Harz enthält. Dadurch erzeugt es einen bitteren Geschmack.

Das Holz sollte in jedem Fall nicht zu frisch sein. Mindestens ein halbes Jahr lang sollte es gelagert worden sein.

Tipps zum Grillen mit der Holzplanke

Eine Grillplanke kann mehrmals verwendet werden. Sie lässt sich ungefähr vier- bis sechsmal verwenden. Um den Geschmack beim Plankengrillen nicht zu beeinträchtigen, sollte die Planke nicht mit Spülmittel gereinigt werden. Spülmittel kann in die Holzplanke eindringen. Das Essen könnte einen unangenehmen Seifengeschmack erhalten. Besser ist klares heißes Wasser für die Reinigung geeignet. Mit einer Bürste wird das Brett abgebürstet.

Das Brett kann nicht einfach nur in Wasser eingeweicht werden. Um dem Fleisch oder Fisch eine exzellente Geschmacksnote zu verleihen, kann zum Wasser etwas Bier, Whiskey oder Rotwein gegeben werden. Wird Fisch gegrillt, kann Meersalz zum Einweichwasser hinzugefügt werden.

Bevor das Grillgut auf die Planke gelegt wird, sollte die Oberseite der Planke einige Minuten über einer Hitzequelle trocknen. Die Oberseite kann mit Olivenöl eingestrichen werden. Das ist aber kein Muss.

Welcher Grill eignet sich zum Plankengrillen?

Beim Plankengrillen kommt es auf den richtigen Grill an. Eigentlich ist jeder Grill für das Plankengrillen geeignet. Ein Holzkohlegrill kann ebenso wie ein Gasgrill genutzt werden. Optimal ist ein Grill mit einem Deckel, beispielsweise ein Kugelgrill.

Da die Hitze mit einem Deckel nicht entweichen kann, wird die Hitze optimal ausgenutzt. Der Grill sollte über ein Thermometer verfügen. Das ist vor allem für empfindliches Grillgut wie Rindfleisch oder Geflügel von Vorteil.

Welches Grillgut eignet sich zum „Plankgrilling“?

Für das Plankgrilling eignet sich verschiedenes Grillgut. Das Grillgut sollte nicht zu dick sein. Hervorragend eignen sich Steaks vom Schwein oder Rind, aber auch Putenschnitzel, Hähnchenschnitzel, kleine Lammkoteletts oder Hacksteaks. 

Lachs eignet sich perfekt zum Plankengrillen

Lachs eignet sich perfekt zum Plankengrillen

Fisch ist ideal zum Plankengrillen. Filets von Lachs, Lachsforelle oder Saibling eignen sich gut. Auch Gemüse wie Auberginen, Fenchel, Spargel, Zucchini oder Paprika kann auf dem Brett gegrillt werden.

Sicherheitshinweise beim Plankengrillen

Wer plankengrillen möchte, muss die nötigen Sicherheitshinweise beachten. Die Temperatur sollte nicht höher als bei 180 Grad liegen. Daher ist ein Grill mit Deckel und mit einem Thermometer zu empfehlen. Bei einer höheren Temperatur könnte das Holz schnell verbrennen. Der Deckel muss nicht zum Messen geöffnet werden, wenn ein Thermometer in den Deckel integriert ist.

Die Planke sollte nicht mehr verwendet werden, wenn sie dünn und schwarz geworden ist. Die nötige Sicherheit ist dann nicht mehr gewährleistet. Ebenso sollte die Planke für die nötige Sicherheit mindestens einen Zentimeter dick sein.

Eine Sprühflasche mit Wasser sollte immer bereit stehen, falls die Planke Feuer fängt.

Starke Rauchentwicklung beim BBQ deutet darauf hin, dass die Planke zu dicht an der Hitzequelle liegt. Es kommt auf den richtigen Abstand an, um Rauchentwicklung zu vermeiden. Vor allem zu Beginn des Grillvorgangs sollte die Planke im indirekten Grillbereich platziert werden.

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